»Schutz & Hilfe« Das Österreichische Bundesheer 1955 – 1991

Im Heeresgeschichtlichen Museum Wien hat Anfang März die Sonderausstellung “Schutz & Hilfe – Das Österreichische Bundesheer 1955 – 1991” wieder ihre Tore geöffnet. Tactical_Fairies hat sie natürlich gleich besichtigt. Das HGM ist eines meiner Lieblingsmuseen – hier finden regelmäßig interessante Veranstaltungen statt und auch das Gebäude selbst ist dank seiner Architektur ein beeindruckender Blickfang. Durch den Panzergarten im wunderschönen Innenhof gelangt man zum Ausstellungszelt, wo den Besucher ein informativer Rundgang erwartet.

 

Entstehung und Geschichte

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand Österreich zehn Jahre lang unter der Kontrolle der vier Besatzungsmächte Sowjetunion, USA, Frankreich und Großbritannien. Wer das nicht mehr selbst miterlebt hat, kann sich diese Lage heute eigentlich kaum noch vorstellen. 1955 wurde Österreich mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages wieder ein eigenständiger Staat. Der Schutz der Unabhängigkeit Österreichs benötigte ein eigenes Heer: Die allgemeine Wehrpflicht wurde beschlossen, die ersten Grundwehrdiener rückten 1956 ein.

Die Ausstellung im HGM widmet sich der Entwicklung des Österreichischen Bundesheeres von seinen Anfängen bis zum Jahr 1991. Auf unterschiedliche Einsatzszenarien des Bundesheeres wird chronologisch eingegangen. Zu sehen sind charakteristische Fahrzeuge aus den verschiedenen Zeitepochen aber auch Gerät, Ausrüstung sowie die damals jeweils typischen Uniformierungen der Soldaten.

Ausbildung und Alltag

Außerdem gibt es einen überblicksmäßigen Querschnitt durch die Themenbereiche Ausbildung, Auszeichnungswesen, militärischer Alltag, Bewaffnung, Uniformierung, Tradition, Parade, Militärmusik und Heeressport. Ein Kasernenzimmer mit Stockbetten gewährt den Besuchern Einblick in die sogenannte „Spind-Ordnung“. Das hat bei mir sofort fröhliche  Erinnerungen ans Girlscamp im Sommer 2018 (Blogbericht folgt noch!) geweckt. Mit der Spind Ordnung und dem gesamten Equipment hatten wir am Anfang etwas Mühe, und haben einander gegenseitig geholfen, bis dann doch alles gepasst hat.

Im fiktiven Kasernen Zimmer der Ausstellung steht eine Fotobox, mit der man mit bereitgestellten Helmen oder Kappen ein Souvenir Photo schießen kann. Das musste ich natürlich auch gleich machen 🙂

 

 

Ein kleiner Kinosaal mit Kurzfilmen ist ebenfalls vorhanden, hier kann man sich auch ein bisschen ausruhen, wenn man vom Rundgang schon erschöpft ist.

Uns hat die Ausstellung sehr gut gefallen, sie ist informativ, übersichtlich und abwechslungsreich gestaltet.

Definitiv einen Besuch Wert! 👌👍😊

 

Quellenverweis und Bildrechte:

www.hgm.at